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September 03 2010

ru3
14:38
lumma
14:31

foursquare :: LH Business Lounge T2

wow, so viele steckdosen. I like. (@ LH Business Lounge T2) http://4sq.com/9rL6Nt
ru3
14:14
ru3
14:08
davidroethler
12:34

Beteiligungshaushalt in Freiburg im Breisgau

Etwas genauer habe ich mir den Freiburger “Beteiligungshaushalt” angesehen. Im Jahr 2008 sind dort in einem kombinierten On-und Offline-Prozess die BürgerInnen bei der Erstellung des Doppelbudgets 2009/2010 in einen Diskussionsprozess eingebunden worden.

Beachtung von Gender-Aspekten

Als erste Stadt in Deutschland stellte Freiburg (rund 220.000 EinwohnInnen) nicht nur Teilaspekte des – letztendlich vom Gemeinderat zu verabschiedenden – Doppelhaushalts zur Diskussion sondern den Gesamthaushalt.
Die Online-Konsultation wurde von einem Infobus, dezentralen Informationsveranstaltungen und einer Stadtkonferenz, an der 200 BürgerInnen teilnahmen begleitet. Darüber hinaus fand eine vier Monate dauernde Öffentlichkeitsarbeit (Flyer, Plakatierung, Straßenbahn- und Busbeklebung) statt. Auch Veranstaltungen zum Thema “Gender Budgeting” wurden angeboten. Neben der Vorbereitung der ehrenamtlichen Mentoren und Mentoren sowie städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurden zwei weitere Schulungen zur Vorbereitung der Teilnehmenden auf der Stadtkonferenz durchgeführt.

Kultur unter Druck

Vor dem Online-Konstitutionsprozess wurde eine schriftliche Umfrage zum Beteiligungshaushalt mit 5500 repräsentativ ausgewählten Personen durchgeführt. Es sollte unter anderem eine Wertung abgegeben werden an welchen Stellen Sie die Mittelverteilung im städtischen Haushalt verändern würden. Bei den Mehrausgaben präferierten die Befragten den Ausbau der Betreuungsangebote an Schulen, die Instandhaltung und den Bau von Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten, Jugendtreffpunkten und den Klimaschutz. Eingespart werden sollte nach Meinung der Befragten beim Theaterangebot, der Kulturförderung, den Friedhöfen, dem Wohnungsbau und bei Museen und dem Stadtarchiv. (Zusammenfassung der Ergebnisse)

Anzumerken ist jedoch, dass bei den Budgetverschiebungsvorschlägen mit dem Online-Rechner die in der Umfrage gewünschten Einsparungen im Kulturbereich nicht im selben Ausmaß erfolgten. Hier wurden zuerst Einsparungen bei Wirtschaft und Tourismus sowie bei den Friedhöfen und der Stadtentwicklung gefordert.

Auswirkung der BürgerInnenbeteiligung auf das Ergebnis schwierig nachvollziehbar

Einige Monate nach der Konsultation der Bevölkerung wurden die Ergebnisse im Hauptausschuss des Gemeinderats der Stadt im öffentlichen Teil vorgestellt und diskutiert. Anschließend wurde der Haushaltsplanentwurf in nicht öffentlicher Sitzung vorberaten. Aufbauend da-rauf haben die Fraktionen ihre Anträge formuliert. In der 2. Lesung hat der Hauptausschuss die Fraktionsanträge – Umverteilungen, Einsparungen oder Mehrausgaben – diskutiert und abgestimmt. Die Fraktionen hatten dabei die Möglichkeit, sich bei ihren Anträgen auf den Beteiligungshaushalt zu beziehen. In 26 Anträgen wurde dies umgesetzt.

Leider ist nicht transparent, welche Punkte aus der Bürgerbeteiligung tatsächlich in den Haushalt eingeflossen sind. „Eine Aufstellung dazu haben wir nicht gemacht”, teilte mir die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Freiburg gestern per Email mit. Daher bleibt es schwierig nachvollziehbar, welche konkreten Auswirkungen der Prozess hatte.

Die Gesamtkosten des Freiburger Beteiligungshaushalts beliefen sich auf 530.000 € von denen die Landesstiftung Baden-Württemberg mit 50.000 € übernahm.

Zukunft des Beteiligungshaushalts in Freiburg

Zum nächsten Doppelhaushalt wird es kein solches Verfahren mehr geben, weil es sich als zu aufwendig herausgestellt hat. Die Stadt wird sich auf eine Umfrage zu den Finanzen beschränken. Perspektivisch sollen die Beteiligungsverfahren auf Stadtteilebene gebündelt werden, um zu konkreteren Ergebnissen zu kommen.

Die grüne Stadträtin Birgit Woelki (in Freiburg haben die Grünen eine Mehrheit und stellen auch den Oberbürgermeister) bezeichnete das Verfahren in einer gemeinderätlichen Aussprache „als extrem schwierig und teuer.“ Es stelle sich die Frage nach Aufwand und Ertrag. Ihre Fraktion plädiere dafür, die Bevölkerung wieder ausführlich per Internet und Amtsblatt über den Haushalt zu informieren, die aktive Beteiligung jedoch auf eine Umfrage und ein Internetforum zu begrenzen. Diskussionen über die Ausgaben könnten im Zuge der Stadtteilentwicklungspläne stattfinden. Diese Position schloss sich auch die CDU an. Die SPD hingegen warnte davor den Beteiligungshaushalt „schon nach der ersten Runde zu beerdigen“, weil dann das Misstrauen ge-genüber der Verwaltung wachse. Die Linke Liste be-klagte, dass die Kostendebatte der „Tod der Bürgerbeteiligung” sei. (Siehe für weitere Details Amtsblatt der Stadt Freiburg vom Juli 2009 auf Seite 3.)

In den nächsten Tagen werde ich weitere Beispiele recherchieren und in diesem Weblog berichten.

moccaspace
12:11

„Der Segen der Intoleranz“


hpd: Welche fundamentalistische Richtung würden Sie dem modernen Europa empfehlen?

Schneeberger: Ich lege jedem Einsteiger die protestantische Variante des Fundamentalismus ans Herz. Sie kommt wie viele andere Trends aus den USA, stammt also aus dem westlichen Kulturkreis und eignet sich damit bestens für Europäer, die sich für Fundamentalismus begeistern können. Der Evangelikalismus hat viel zu bieten. Er befähigt jeden, die Entstehung der Welt mitsamt Tier und Mensch zu erklären oder darzulegen, dass Dinosaurier noch vor ein paar tausend Jahren auf der Erde lebten. Er macht dem Gläubigen Hoffnung, jeden Moment „entrückt“ zu werden und in den Himmel aufzusteigen. Er hat Konzepte, dank derer der Gläubige die „Globale Erwärmung“ oder die ganze Problematik der sich verknappenden Ressourcen spielend als Lügen antireligiöser Kräfte entlarven kann. Mit anderen Worten: Es ist eine sehr kreative Form des Fundamentalismus.

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moccaspace
10:37
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moccaspace
10:25
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lumma
10:14
ru3
09:29
ru3
09:17
davidroethler
09:13
davidroethler
09:11

Microtask | Company

Microtask Ltd is a digital labor expert founded in 2009. We enable highly cost-effective services which rely on human labor. Our goal is labor which can be bought just like cloud storage or any other commodity:
davidroethler
08:40

Government 2.0 – “Bürgerhaushalte”

Ich beschäftige mich gerade mit den “Bürgerhaushalten” in Deutschland.

In Deutschland war bei den BürgerInnenhaushalten in den letzten Jahren ein regelrechter Boom zu verzeichnen. Während im Jahr 2007 rund 30 Kommunen die partizipativen Konzepte bei der Haushaltserstellung umsetzten, sind es mittlerweile 67 Städte und Gemeinden, wobei fast alle ein kombiniertes Verfahren mit Onlinepartizipation anwenden.

Die Idee der partizipativen Budgets startete 1989 in Brasilien. Dabei soll nicht in geschlossenen Büros über die Verteilung der Steuern entschieden werden sondern die Bevölkerung soll durch Debatten und einen Konsultationsprozess einbezogen werden. Die partizipativen Budgets haben bewiesen, dass eine demokratische und transparente Verwaltung der Ressourcen der einzige Weg sind um Korruption und Missbrauch öffentlicher Mittel zu verhindern. Ergebnisse der partizipativen Budgets in Brasilien waren zum Beispiel die Verbesserung der Wasserversorgung sowie der Kanalisation und die Pflasterung der Straßen in den armen Vororten. Als Resultat auf einer Meta-Ebene hält der UNESCO-Bericht folgendes fest: „As important as the actual results of the Participative Budget, we must add the redemption of the citizenship of Porto Alegre and its awakening for an active participation in the public affairs.”

Partizipative Budgets sind eine Kombination von Elementen der direkten und repräsentativen Demokratie. Nach der Fertigstellung des Budgetvorschlags auf Grundlage des Beteiligungprozesses wird dieser dem gewählten Stadtparlament zur Beschlussfassung vorgelegt.

Kritisch anzumerken bleibt, dass die Motivation zur Durchführung zahlreicher Projekte in Deutschland der besseren Rechtfertigung von Sparvorhaben angesichts der Finanzkrise zu dienen scheint.

Präsentation zu Government 2.0, die ich kürzlich erstellt habe:die

Ende September werde ich am Government 2.0-Camp in Berlin den teilnehmen.

lumma
08:30

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RT @mbuet: @nico Du hast doch am WE noch was vor... http://twitpic.com/2kreio #alstervergnügen
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